Seinen Beinamen trägt er zu Recht: „Der Kreis auf gutem Boden“ wird der 2.366 Quadratkilometer große Landstrich genannt. Gelegen zwischen Colbitz-Letzlinger Heide und Harzvorland, grenzt der Landkreis Börde im Westen an Niedersachsen und im Osten an die Elbe. Die fruchtbare Magdeburger Börde ist Namenspatron des Kreises, der am 1. Juli 2007 im Zuge der Kreisgebietsreform aus den Altkreisen Ohrekreis und Bördekreis hervorging. Das heutige Landkreis-Territorium deckt sich großteils mit dem im frühen Mittelalter bestehenden Nordthüringau sowie Randgebieten des Schwaben- und des Harzgaus der Provinz Ostfalen des Herzogtums Sachsen. Im Jahre 968, zur Gründung des Erzbistums Magdeburg, wurde auf Betreiben von Kaiser Otto I. die östliche Hälfte des Nordthüringaus abgeteilt. Bis zum 13. Jahrhundert gewann das Erzbistum auch die weltliche Hoheit. Nach der Niederlage Preußens 1806 gliederte Napoleon die westelbischen Gebiete dem Königreich Westphalen an. 1816, nach dem Befreiungskrieg, gab es mit Gründung der preußischen Provinz Sachsen, eine neue Kreiseinteilung. Die damaligen Kreise Neuhaldensleben, Wolmirstedt, Oschersleben, Wanzleben und ein Zipfel des Kreises Gardelegen decken sich dabei im Wesentlichen mit dem heutigen Landkreis Börde. Zu DDR-Zeiten wurden neue Kreisgrenzen festgelegt. Es entstanden die Kreise Haldensleben, Wolmirstedt, Oschersleben und Wanzleben. Mit Wiederherstellung des Landes Sachsen-Anhalt nach der deutschen Wiedervereinigung gab es weitere Gebietsreformen. 1994 wurde der Ohrekreis gebildet - aus den Kreisen Haldensleben und Wolmirstedt zuzüglich einiger altmärkischer Gemeinden. Aus den Kreisen Oschersleben und Wanzleben sowie einer Ortschaft des Kreises Staßfurt wurde der Bördekreis. 2007 entstand aus den beiden dann der Landkreis Börde.

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Artikel veröffentlicht am 21.10.2019

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